Atypische beteiligung Vertrag

Von der Regierung geförderte Arbeitsverträge stehen in anderen Ländern im Mittelpunkt der Debatte. In Deutschland zum Beispiel drehte sich die Diskussion um Minijobs, wobei sich herausstellt, dass Minijobs in bestimmten Wirtschaftssektoren wie Reinigung, Hotellerie, Gaststätten gewerbe und Einzelhandel sowie Einzelhandel Standardbeschäftigungen verdrängen. In der Tschechischen Republik konzentriert sich die Debatte auch auf atypische Arbeitsformen, die schutzbedürftigen Gruppen von Menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt vermitteln sollen – wie Eltern in Mutterschafts- und Elternurlaub, Menschen mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit, Personen über 50 Jahren oder Pflegebedürftige. Daher kann auch die Beschäftigungssicherheit ein Thema sein. Beschäftigungssicherheit muss sowohl aus objektiver als auch aus subjektiver Sicht betrachtet werden. Auf der objektiven Seite sind die Vertragsdauer und die Beschäftigungsdauer zu berücksichtigen; auf der subjektiven Seite sind Themen wie Sicherheitsgefühle und Hilfe bei der Bewertung der Beschäftigungssicherheit von Bedeutung. In einigen Ländern wurden gezielte Kampagnen gestartet, die darauf abzielen, das Bewusstsein für Gesundheits- und Sicherheitsfragen für Arbeitnehmer mit atypischen Verträgen sowie für schutzbedürftige Arbeitnehmer zu schärfen. In Portugal wurden diese Arbeitnehmer durch die “Nationale Strategie für Sicherheit und Gesundheit und Arbeit 2008–2012” des Landes als gefährdet eingestuft, und es wird angenommen, dass Sensibilisierungskampagnen mit dem Ziel der Entwicklung und Konsolidierung einer “Präventionskultur” gestartet werden sollten. In Belgien haben Studien gezeigt, dass ein Drittel der Leiharbeitnehmer eine Ausbildung erhielt, die von ihrem Arbeitgeber über einen bestimmten Zeitraum bezahlt wurde, verglichen mit drei Vierteln der Arbeitnehmer mit unbefristeten Arbeitsverträgen.

Dasselbe gilt für die Tschechische Republik, wo die Arbeitgeber lieber in Vollzeit- und Festangestellte investieren würden. Aus der Arbeitskräfteerhebung 2007 im Vereinigten Königreich geht hervor, dass nur 8 % der Befragten von Leiharbeitnehmern in den letzten vier Wochen eine arbeitsplatzbezogene Ausbildung erhalten hatten, verglichen mit 16 % aller Beschäftigten. Darüber hinaus ist der Anteil der Leiharbeitnehmer (61 %) mehr als doppelt so hoch nie von ihrem Arbeitgeber eine Ausbildung angeboten worden war, verglichen mit dem Anteil aller Arbeitnehmer (30%).