Haager kindesentführungsübereinkommen Vertragsstaaten

Das Haager Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführungen oder Haager Entführungskonvention ist ein multilateraler Vertrag, der von der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht (HCCH) entwickelt wurde und eine rasche Methode zur Rückführung eines von einem Elternteil aus einem Mitgliedsland entführten Kindes in ein anderes vorsieht. Das Übereinkommen sieht vor, dass die Abschiebung oder Zurückhaltung eines Kindes “falsch” ist, wenn: Nach Erhalt der Mitteilung über eine unrechtmäßige Abschiebung oder Zurückbehaltung eines Kindes im Sinne von Artikel 3, Die Justiz- oder Verwaltungsbehörden des Vertragsstaats, in den das Kind abgeschoben oder in dem es einbehalten worden ist, entscheiden erst dann über die Begründetheit des Sorgerechts, wenn festgestellt worden ist, dass das Kind nach diesem Übereinkommen nicht zurückgeschickt werden darf, oder es sei denn, ein Antrag nach diesem Übereinkommen wird nicht innerhalb einer angemessenen Frist nach Erhalt der Bekanntmachung gestellt. Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens, die auch Mitglieder des HCCH (d. h. der Organisation) sind, sind mutig; Vertragsparteien, die nicht Mitglieder des HCCH sind, sind kursiv. Das Übereinkommen gilt für jedes Kind, das seinen gewöhnlichen Aufenthalt unmittelbar vor einer Verletzung des Sorgerechts oder der Zugangsrechte in einem Vertragsstaat aufgewendet hat. Das Übereinkommen erlischt, wenn das Kind das 16. Lebensjahr erreicht. Das Übereinkommen bleibt für fünf Jahre ab seinem Inkrafttreten gemäß Artikel 43 Absatz 1 in Kraft, auch für Staaten, die es später ratifiziert, angenommen, zugelassen oder ihm beigetreten sind. Jede Zentralbehörde trägt ihre eigenen Kosten bei der Anwendung dieses Übereinkommens. Dieses Übereinkommen hat in Angelegenheiten, die in seinen Anwendungsbereich fallen, Vorrang vor dem Übereinkommen vom 5. Oktober 1961 über die Befugnisse der Behörden und das für den Jugendschutz geltende Recht zwischen den Vertragsparteien beider Übereinkommen. Andernfalls beschränkt dieses Übereinkommen nicht die Anwendung eines internationalen Rechtsakts, das zwischen dem Herkunftsstaat und dem adressierten Staat oder einem anderen Recht des ersuchten Staates zum Zwecke der Erlangung der Rückgabe eines zu Unrecht abgeschobenen oder einbehaltenen Kindes oder der Organisation von Zugangsrechten in Kraft ist.

5 Die Zahl der Vertragsparteien dieses Übereinkommens beträgt 100. Statustabelle. (2019, 19. Februar). Abgerufen am 19. Juni 2019, von www.hcch.net/en/instruments/conventions/status-table/?cid=24 a) um den Aufenthaltsort eines Kindes zu entdecken, das zu Unrecht entfernt oder zurückgehalten wurde; b) weitere Schäden am Kind oder eine Schädigung interessierter Parteien durch die Ergreifung oder veranlassenden einstweilige nützen; c) die freiwillige Rückkehr des Kindes zu gewährleisten oder eine gütliche Lösung der Probleme herbeizuführen; d) gegebenenfalls Informationen über den sozialen Hintergrund des Kindes auszutauschen; e) Informationen allgemeiner Art über das Recht ihres Staates im Zusammenhang mit der Anwendung des Übereinkommens bereitzustellen; f) Einleitung oder Erleichterung der Einleitung eines gerichtlichen oder administrativen Verfahrens im Hinblick auf die Erlangung der Rückgabe des Kindes und im ordnungsgemäßen Fall Vorkehrungen für die Organisation oder Gewährleistung der wirksamen Ausübung des Zugangsrechts zu treffen; g) wenn die Umstände dies erfordern, um die Gewährung von Prozesskostenhilfe und Beratung, einschließlich der Beteiligung von Rechtsbeistand und Beratern, zu leisten oder zu erleichtern; h) die erforderlichen und geeigneten Verwaltungsvorkehrungen zu treffen, um die sichere Rückkehr des Kindes zu gewährleisten; i) einander über die Anwendung dieses Übereinkommens auf dem Laufenden zu halten und soweit wie möglich etwaige Hindernisse für seine Anwendung zu beseitigen.